Neu im SEO-Zoo: Google-Update Penguin

Nachdem Google erst vor Kurzem die neue Panda Version zur Qualitätsverbesserung der Suchergebnisse startete, wird nun mit einem weiteren Suchmaschinen-Update versucht, Webseiten anhand ihrer Linkprofile zu bewerten: Google Penguin.

Mit dem Start des neuen Bewertungsalgorithmus beginnt Google abermals eine Offensive gegen überoptimierte Domains. Diese Veröffentlichung hat in der Welt der SEO für viel Aufregung gesorgt: Was ist genau passiert und was kann man dagegen tun?

Folgen von Google Penguin

agentur-google-penguinDer Start des jüngsten Google-Updates hat zu einer massiven Bewertungsveränderung vieler Websites geführt. Ein große Anzahl von Websites hat dadurch eine Abstrafung im Ranking erfahren. Zahlreiche Domains sind seitdem sogar gar nicht mehr im Google Index auffindbar. Somit haben auch ausgehende Links auf den entsprechenden Seiten an Wertigkeit verloren. Negativ betroffene Seiten weisen im Durchschnitt folgende Gemeinsamkeiten auf:

  • gekaufte Links mit exaktem Link/Anchor-Text
  • Kommentar-Spam mit einem oder mehreren Keywords als Name
  • Gastbeiträge, die viele Keyword-Links enthalten
  • eine große Zahl an Links aus Artikelverzeichnissen und/oder Linknetzwerken
  • eine Vielzahl an Links auf Seiten, die schon seit längerer Zeit als Spam markiert wurden

Das Penguin-Update ist eine Maßnahme, die Google ergriffen hat, um die Qualität seiner Suchergebnisse zu erhöhen, indem es vor allem minderwertige Links beziehungsweise Linkprofile identifiziert und die entsprechenden Domains abstraft.

Penguin – ein „echtes“ Algorithmus-Update

Gibt es Einbrüche beim Ranking einer Website, so gilt es zunächst zu prüfen, welches Update tatsächlich dafür verantwortlich ist. So wurde das Panda Update 3.5 beispielsweise nur wenige Tage vor Penguin durchgeführt. Daher ist es hilfreich zu analysieren, zu welchem Zeitpunkt die Abwertung der entsprechenden Seiten stattfand.

Bei Penguin handelt es sich nicht um einen einfachen Filter, sondern um ein „echtes“ Algorithmus-Update. Das hat zur Folge, dass ein herkömmlicher Reinclusion-Antrag, also die Bitte um Wiederaufnahme in den Google Index, nutzlos ist, weil es sich nicht um Strafen im konventionellen Sinne handelt. Eine Lösung ist es, die Gründe für die negative Bewertung zu finden und zu beheben. Nur dann erzielt eine Domain wieder bessere Listenplätze. In der Regel kann dies jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wie lässt sich eine Pengiunstrafe verhindern?

agentur-seo-googleAuf Grundlage der Gemeinsamkeiten, die negativ betroffene Seiten aufweisen, können Hinweise für die Zukunft abgeleitet werden. Ein hilfreicher Blogkommentar wird einer Website ebensowenig schaden wie ein Eintrag in ein hochwertiges, branchenspezifisches Verzeichnis oder Branchenbuch. Auch bestehen große Unterschiede zwischen einzelnen Blogrolls. So wird es sich vermutlich nicht negativ auswirken, in einem themenrelevanten, hochwertigen Blog verlinkt zu werden. Wenn aber der Link aus einer Blogroll stammt, der gleichzeitig minderwertige und themenirrelevante Seiten verlinkt, so kann dies einen potenziell negativen Rankingfaktor darstellen.

Des Weiteren ist es nicht ratsam, in großer Zahl Links zu kaufen sowie minderwertige und unnatürliche Links einzusetzen. Um einer Penguinstrafe entgegenzuwirken, gilt es, das eigene Backlinkprofil sorgfältig zu überprüfen, auf minderwertige Backlinks hin zu untersuchen und diese zu löschen beziehungsweise löschen zu lassen.

Seiten mit einem negativen Linkwachstum beziehungsweise mit einem erst starken und dann nachlassendem Linkwachstum sind ebenfalls vom Penguin getroffen wurden. Daher sollte der Linkaufbau nach Möglichkeit in jedem Falle langfristig und kontinuierlich erfolgen.

Auch der Content bildet einen zentralen Ansatzpunkt. Nur eine Website mit wertvollem Content verfügt auch über hochwertige und themenrelevante Links. Das Hauptaugenmerk muss also auch auf die Qualität der Texte gelegt werden. Diese sollten einen echten Mehrwert für die User bieten. Gute SEO-Texte sind relevant, gut strukturiert, einzigartig und aktuell. Sie sollten zudem interessant und anschaulich geschrieben sein.

Auch beim Penguin: Der User steht im Mittelpunkt

Der Fokus einer Website sollte nicht nur auf die Suchmaschine gelegt werden, sondern es sollte immer der menschliche Nutzer im Vordergrund stehen! Mittels ausgewählter On-Page Maßnahmen kann die Website parallel auch für Suchmaschinen optimieren werden. Dennoch sollten Domains nie aus reinen SEO-Gründen gegründet und Inhalte nicht ausschließlich für die Suchmaschine erstellt werden.

Ziel sollte stets die Auseinandersetzung mit den Zielgruppen sowie deren Bedürfnissen und Interessen sein. Axel Zawierucha bringt dies in seinem SEO-Blog auf den Punkt:  „Nur wer sich in die potenziellen Nutzer hineindenken kann, ernsthaft daran interessiert ist, den Besuchern zu helfen und sie nicht als bloße Zahlen im Webanalyse-Programm sieht, sondern als Menschen, die ein Bedürfnis haben, eine Information oder ein Produkt suchen, denkt strategisch in die richtige Richtung.“



Ansprechpartner für Medien:
Jana Reichardt,
Unternehmenskommunikation / internes Online Marketing
Tel.: +49 (0) 341 870 984-23
Mail: Jana.Reichardt@4iMEDIA.com
Facebook: www.facebook.com/4iMEDIA

Aktuelle Nachrichten aus der SEO-Agentur...